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Revolution in der Partnersuche: Onlinedating?

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Immer mehr Singles und immer mehr Online-Dating-Plattformen: Was stimmt hier nicht?

Die Zahl der Singlehaushalte ist im Steigen begriffen. Das lässt die Vermutung zu, dass sich immer weniger Menschen eine feste Partnerschaft wünschen. Darüber hinaus steigt auch die Zahl der Onlinedating-Plattformen, die versprechen, geeignete Partner und Partnerinnen zu finden. Wie passen diese beiden Entwicklungen zusammen? Wenn die Plattformen effektiver wären, dann müsste die Zahl der Singles abnehmen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Woran liegt das?

Die steigende Zahl der Singles und Singlehaushalte

Dass es heute mehr Singlehaushalte gibt als je, ist unbestritten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob in jedem Singlehaushalt auch ein Mensch lebt, der allein ist. Ist es nicht vielmehr so, dass heute Menschen zwar in einer Partnerschaft leben, sich aber keinen gemeinsamen Haushalt teilen?
Die Revolution im Beziehungsleben hat insofern bereits stattgefunden, als Menschen seit geraumer Zeit und in zunehmender Zahl unverbindlichere Beziehungsformen bevorzugen. Und da die Verbindlichkeit nachlässt, sind diese Personen auch freier, sich auf dem Beziehungsmarkt nach etwaigen „Alternativen“ umzusehen. Das Internet erleichtert diesen Trend und die Online-Dating-Börsen fördern ihn.

Die steigende Zahl der Online-Dating-Plattformen

Online-Dating-Börsen versprechen, dass sich der ideale Partner oder die ideale Partnerin ohne große Probleme finden lässt. Die Suche wird durch gezielt eingesetzte Kriterien gelenkt und dem Zufall wird möglichst wenig Raum gegeben. Andererseits wird die Auswahl erhöht, insofern sich auf den Börsen Menschen einfinden, die dasselbe Motiv haben.
Die Ermöglichung einer Vorauswahl ist neu. Auf Portalen wie C-date oder Victoria Milan ist dies möglich. Die Partnersuche wurde an den Onlinehandel angeglichen, der hauptsächlich durch den Vergleich und durch die Möglichkeit, aus vielen Angeboten auszuwählen, charakterisiert ist. Dieses Vorgehen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Buchung eines Hotels und eines Fluges oder vom Bestellen einer Pizza.

Warum passen die eingangs dargestellten Entwicklungen nicht zusammen? Singles und Singlehaushalte sind eine zeitgemäße Erscheinung, die vor allem mit finanzieller Selbständigkeit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu tun hat. Singles wollen oft Singles bleiben. Sie finden es gut.
Die Betreiber von Online-Dating-Plattformen haben jedoch zahlungskräftige Singles als Zielgruppe auserkoren, mit der sich gute Geschäfte machen lassen. Deshalb reden sie ihnen ein, dass ihr Zustand bemitleidenswert ist, dass sie ihn beheben sollen und dass sie mit einem Partner oder einer Partnerin glücklicher wären. Zugleich stellen sie in Aussicht, dass sich der Partner oder die Partnerin spielend leicht finden lässt.
Dabei handelt es sich um ein althergebrachtes und bewährtes Geschäftsprinzip und nicht um eine Revolution. Der an das Internet gewöhnte Konsument lässt sich dazu leicht verleiten.